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Regionalverband lässt Velo visavis-Netz erstmals umfassend analysieren

Der Regionalverband Saarbrücken untersucht erstmals systematisch die Nutzung seiner touristischen Velo visavis-Radrouten. Von Ende März bis Oktober werden an ausgewählten Standorten Frequenzmessungen durchgeführt. Ziel ist es, belastbare Daten zur Nutzung sowie zu den Bedürfnissen der Radfahrenden zu gewinnen und darauf aufbauend das Angebot gezielt weiterzuentwickeln. Mit der Durchführung wurde ein auf Fahrradanalysen spezialisiertes Unternehmen beauftragt. Hierzu werden temporäre Zählstationen installiert, die Uhrzeit und Fahrtrichtung der passierenden Radfahrenden erfassen. Auf Grundlage dieser Daten werden im Anschluss gezielt Befragungen vorgenommen, um Erkenntnisse über Motivation, Nutzungszwecke und Zielgruppen zu erhalten. Die Untersuchung mündet in konkrete Handlungsempfehlungen für die zukünftige Ausgestaltung des Radroutennetzes.

„Wir sehen seit einigen Jahren ein deutlich verändertes Nutzungsverhalten im Radverkehr: Neben klassischen Radtouren werden sportlich orientierte und naturnahe Angebote immer wichtiger. Gleichzeitig gewinnt das Fahrrad im Zuge der Verkehrs- und Mobilitätswende weiter an Bedeutung. Schon heute wissen wir, dass unsere Routen vor allem für Freizeit- und Tagesausflüge von vielen Menschen in der Region intensiv genutzt werden“, so Regionalverbandsdirektorin Dr. Carolin Lehberger.

Das Velo visavis-Radroutennetz wurde vor rund 20 Jahren eingerichtet und umfasst etwa 220 Kilometer. Es verbindet die Kommunen im Regionalverband Saarbrücken mit touristischen Zielen der Region und ergänzt das saarlandweite Saar-Tour-Netz. Die Strecken verlaufen überwiegend über bestehende land- und forstwirtschaftliche Wege. Im Rahmen eines EU-Förderprogramms wurden mehr als 600 Wegweiser sowie 30 Informationstafeln installiert und einzelne Abschnitte gezielt ausgebaut. Ein dichtes Radroutennetz sollte die Grundlage für einen flächendeckenden Radreisetourismus bilden. Mit der aktuellen Untersuchung wird überprüft, inwieweit sich diese Erwartung erfüllt hat und welche Anpassungen für eine zukunftsfähige Weiterentwicklung erforderlich sind.

Rund 220 Kilometer umfasst das Velo visavis-Radroutennetz. An ausgewählten Standorten wird nun unter anderem erfasst, wie häufig und zu welchem Anlass die Strecke genutzt wird. Hier eine Aufnahme vom Köllertalradweg, Foto: Timo Rende / Regionalverband