Besonders dreist: Die Reifen wurden offenbar zuvor fein säuberlich zugeschnitten, sodass sie sich leichter transportieren und anschließend in der Natur abladen lassen. Das lässt nicht gerade auf eine spontane Entsorgung schließen, sondern vielmehr auf ein bewusstes und gezieltes Vorgehen.
Der Dickenberg wird damit einmal mehr zum Schauplatz einer illegalen Müllentsorgung. Was für die Verursacher offenbar eine schnelle und bequeme Art ist, sich ihres Abfalls zu entledigen, bedeutet für die Allgemeinheit einen erheblichen Aufwand und Kosten. Die Reifen müssen aufwendig eingesammelt, abtransportiert und fachgerecht entsorgt werden.
Und wieder ist es der Baubetriebshof, der die Folgen des rücksichtslosen Verhaltens anderer ausbaden muss. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter müssen zusätzliche Arbeitszeit aufbringen, um illegal entsorgten Müll zu beseitigen. Zeit und Personal, die an anderer Stelle dringend benötigt werden und für die eigentlich andere Aufgaben vorgesehen sind. Hinzu kommen die Entsorgungskosten – und auch diese werden letztlich von der Allgemeinheit getragen.
Es kann nicht sein, dass unsere Wälder und Landschaften immer wieder als kostenlose Müllhalde missbraucht werden. Dieses Verhalten ist verantwortungslos, umweltbelastend und gegenüber all jenen Bürgerinnen und Bürgern, die ihren Abfall ordnungsgemäß entsorgen, schlichtweg unsolidarisch.
Die Stadtverwaltung appelliert deshalb erneut eindringlich an die Bevölkerung: Wer eine illegale Müllentsorgung beobachtet oder verdächtige Personen beziehungsweise Fahrzeuge wahrnimmt, sollte nicht wegsehen. Jede Beobachtung kann dabei helfen, die Verantwortlichen zu ermitteln.
Hinweise können unkompliziert über die AEM-App gemeldet werden. Alternativ ist die Stadtverwaltung Püttlingen unter der Telefonnummer 06898/691108 erreichbar.

