Logo Stadt PüttlingenDie Köllertalstadt

Das Projekt „Grenzerfahrungen 2019“ des Mehrgenerationenhauses der Stadt Püttlingen ging am Wochenende vom 14.-16.06. in die 3. Runde.

Nachdem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer bereits Orte im französischen und luxemburgischen Teil des „Pay des trois frontières“ erleben durften, stand nun ein ganzes Wochenende auf der deutschen und luxemburgischen Seite des Dreiländerecks auf dem Programm. Dabei ging es vor allem sportlich einher: 3 Tage lang wurden die Grenzregionen mit dem Fahrrad, dem Kanu und zu Fuß erkundet.

Am Freitag, den 14.06.2019, begann der Morgen für die Langstreckenradfahrer bereits um 5:00 Uhr am Püttlinger Schlösschen. Insgesamt 140 km und 758 Höhenmeter galt es mit dem Rad zurückzulegen. Vorbei an Völklingen, Saarlouis, Merzig und Mettlach immer dem Verlauf der Saar folgend, stießen die Radler schließlich in Saarburg auf die Kurzstreckenradfahrer, die mit dem Zug anreisten. „Kurzstreckler“ wurden die Fahrradfahrer zwar liebevoll vom Team des MGH genannt, dennoch galt es auch hier noch weitere 60 km und 469 Höhenmeter zu bewältigen. Nach einer kurzen Verschnaufpause machten sich die insgesamt 28 Radfahrer auf den Weg nach Bollendorf an der deutsch-luxemburgischen Grenze. Auf dem Campingplatz Altschmiede erwartete sie das Team des MGH sowie weitere Teilnehmerinnen und Teilnehmer, die währenddessen bereits fleißig das gemeinsame Lager aufschlugen. Bei kühlen Getränken und heißen Würsten vom Grill stärkten sich alle 38 Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die anstehenden zwei Tage. Denn der Samstagmorgen hielt wieder ein volles Programm mit zahlreichen interessanten Angeboten bereit. Über Nacht wurde das Versorgungszelt kurzerhand zu einer improvisierten Ausstellung umfunktioniert. Auf insgesamt 14 Plakaten stellte das MGH die Auswirkungen des Schengener Abkommens, die Entstehung Europas, die Prinzipien und Institutionen der Europäischen Union, die EU-Politik sowie Partizipationsmöglichkeiten dar. Erklärung fanden die einzelnen Stationen in einem ausführlichen, selbstgestalteten Faltblatt. Nach dem Frühstück machten sich die unterschiedlichen Gruppen auf: mit dem Fahrrad zu einem Tagesausflug nach Echternach, zu Fuß Richtung Bollendorf und Umgebung, in das angrenzende Freibad oder zu einer Kanutour über den Fluss. Besonders die Fahrt mit dem Kanu war für viele ein Höhepunkt.

Am Anlegesteg wurden die Grenzerfahrenen bunt gemischt - erfahrene Kanufahrer mit Kanuneulingen, Jung mit Alt, Mann mit Frau - in den Kanus zu Wasser gelassen. In rund 2 ½ Stunden bewältigten die Kanufahrerinnen und Kanufahrer so die 17 km lange Strecke über die Sauer von Bollendorf bis nach Echterbrück. Gegen Abend trafen die Gruppen zum Feuertopfessen wieder auf dem Campingplatz zusammen und verbrachten die Nacht noch lange bei ausführlichen Gesprächen und Lagerfeuerliedern, wenn auch aus Brandschutzgründen ohne Lagerfeuer.

Der Sonntagmorgen brach für alle bereits früh an. Es musste gefrühstückt, die Rucksäcke mit ausreichend Verpflegung gefüllt und das gesamte Zeltlager schließlich abgebaut werden. Die Fahrradfahrer traten gegen 10:00 Uhr den 60 km langen Rückweg Richtung Saarburg an. Von dort ging es mit dem Zug nach Völklingen, wo bereits ihre Fahrräder auf sie warteten und sie ihren Weg nach Püttlingen fortsetzen konnten. Währenddessen brachte das Team des MGH die übrigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer samt Gepäck und Zeltlager wieder in das Mehrgenerationenhaus in Püttlingen.

Am Abend kamen zwar alle erschöpft im MGH an, aber sie waren sich dennoch einig: Dieses Wochenende war ein einzigartiges Gruppenerlebnis, bei dem nicht nur geografische Grenzen, sondern auch körperliche Grenzen überwunden werden konnten.

Mit dem Kanu ging es die Sauer entlang.

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Moduls 3 erkundeten die Grenzregion drei Tage lang mit dem Fahrrad, Kanu und zu Fuß.