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In der 2. Juliwoche nahmen vier Püttlinger Jugendliche mit ihren beiden Betreuern Beate und Florian Schuler an der internationalen Jugendbegegnung im Rahmen des „Europäischen Städtebündnis“ in der Püttlinger Partnerstadt Senftenberg in der Lausitz (Brandenburg) teil.

Insgesamt waren ca. 70 Jugendliche aus Nowa Sol (Polen), Zamberk (Tschechien), Fresagrandinaria und Lentella (Italien), Vezprem (Ungarn), Saint Michel sur Orge (Frankreich), Senftenberg und Püttlingen zu der zehntägigen Begegnung angereist. Seit vielen Jahren ist es das Ziel der Jugendbegegnung, den teilnehmenden Jugendlichen die Bedeutung eines geeinten Europas näherzubringen und das Gefühl zu vermitteln, dass Freundschaften auch über Grenzen hinaus entstehen und ein ganzes Leben lang bestehen bleiben können.
Zur Begrüßung und zum besseren Kennenlernen wurde am ersten Tag zunächst eine Stadtrally veranstaltet. Hierbei wurden die Jugendlichen, und natürlich auch alle Betreuer, bunt durcheinandergemischt. In sechs Gruppen eingeteilt, konnten die Jugendlichen dann an zahlreichen Stationen, die über die ganze Stadt verteilt waren, einen ersten Eindruck von Senftenberg bekommen. Durch die gemischten Gruppen waren die Jugendlichen von Beginn auch „gezwungen“, sich mit den Teilnehmern der anderen Städte auszutauschen und zu kommunizieren, sodass sich hier schon erste direkte Kontakte und Freundschaften entwickelten.
Über die gesamte Woche arbeiteten die Jugendlichen in einem Workshop in kleinen Gruppen an der „Stadt der Zukunft“. Jede Gruppe bekam hierbei eines der folgenden Themen: Sport, Bildung, Politik und Wirtschaft, Kunst, Religion, Umwelt sowie eine freie Gruppe. Innerhalb der Gruppen wurde themenübergreifend gearbeitet. In den Gruppen wurden 3D-Modelle von Gebäuden oder ganzen Stadtteilen zu den jeweiligen Themengebieten erstellt. Am letzten Abend wurden die Modelle vorgestellt und zu einer ganzen Stadt zusammengefügt.

Neben dem Workshop gab es natürlich noch jede Menge andere Programmpunkte. So stand an einem Abend eine Poolparty mit Zumba auf dem Plan, welche auch von den Teilnehmern gut angenommen wurde, auch wenn das Wetter nicht gerade das beste Badewetter war.

Weitere Programmpunkte waren eine Rundfahrt durch das Lausitzer Seenland, Ausflüge zum Theater „Neue Bühne“, zum Braunkohlen-Tagebau Wezlow und dem Braunkohlen-Kraftwerk „Schwarze Pumpe“.

Freitags wurden das gesamte Camp vom Bundestagsabgeordneten Ulrich Frese in den Bundestag nach Berlin eingeladen. Zu Beginn des Besuches gab es eine Diskussionsrunde, in der die Jugendlichen Herrn Frese Fragen zur aktuellen Politik in der Lausitz, Deutschland, Europa und der Welt stellen konnten. Diese Fragerunde wurde auch gut angenommen, sodass sehr interessante Diskussionen zu Themen, wie den Europaparlamentswahlen, der Energiewende oder der Verbesserung der allgemeinen Situation in Europa zustande kamen. Hierbei war es auch sehr interessant zu erfahren, wie die Jugendlichen ihre eigene Zukunft in Europa sehen. Im Anschluss an die Podiumsdiskussion gab es noch eine Führung durch den Reichstag. Am Ende des Tages hatten die Teilnehmer dann noch mehrere Stunden Zeit für Shopping und Sightseeing in der Bundeshauptstadt Berlin.

Natürlich durfte auch eine Abschlussparty zum Ende der Begegnung nicht fehlen. Hierzu wurde extra eine Licht- und Musikanlage in der nahegelegenen Eishalle Senftenberg aufgebaut. Auch wenn die Party am Ende von den Jugendlichen von der Eishalle in die Hütten verlagert wurde, so wurde die Nacht doch bis zu letzten Minute ausgenutzt, um den bevorstehenden Abschied so weit wie nur möglich hinauszuzögern.

Letztendlich fiel der Abschied am Sonntagmorgen bei vielen Jugendlichen dennoch sehr schwer und es wurde mehr als nur eine Träne vergossen.

Über die gesamte Woche konnten bereits bei früheren Begegnungen entstandene   Freundschaften wiederaufgelebt und zahlreiche neue Freundschaften geschlossen werden. Man war sich einig darüber, dass diese Kontakte auch über die Jugendbegegnung 2019 hinaus bestehen und weiter vertieft werden sollen.

„Wie in den letzten Jahren wurde ich auch dieses Jahr wieder daran erinnert, unserer Jugend zu zeigen, wie wichtig ein geeintes Europa für unsere Zukunft ist,“ resümierte Betreuer Florian Schuler. „Umso wichtiger ist es, dass wir die Städtepartnerschaft und insbesondere die Jugendbegegnung aktiv in die Zukunft tragen. Auch wenn unsere Städtepartnerschaften im Vergleich zur großen europäischen Politik klein und unwichtig erscheinen mag, so wissen wir hier im Saarland doch ganz genau: ‚Großes entsteht immer im Kleinen‘…!“

"Die Stadt der Zukunft", ein Gemeinschaftsprojekt der TeilnehmerInnen.